Reinspringen, wohlfühlen – so soll es sein. Der Pool gehört dir und deinen Liebsten. Schmutz, Bakterien und Algen haben im Poolwasser nicht zu suchen. Wer die elementaren Wasserpflegemittel richtig anwendet und ein paar Regeln beachtet, kann ungetrübten Badespaß genießen. Jeden Tag.

Die Poolpumpe

Die Poolpumpe ist der zentrale Faktor im Wasserumwälzungs- und Filterprozess, und sie muss Tag für Tag ihren Job machen können. Im Idealfall wird das Poolwasser im Laufe des Tages 2x umgewälzt. Beispielrechnung: Hat der Pool ein Volumen von 30 m³ und die Pumpe einen Förderstrom von 15 m³/h, sollte die Pumpe mindestens 4 Stunden (2x 2 Stunden) täglich in Betrieb sein. Wird der Pool besonders intensiv genutzt (Hochsommer, Poolpartys), sollte die Laufzeit erhöht werden. Wichtig: Je heißer das Wetter, desto wichtiger ist eine ausreichende Filtration. Lass die Anlage lieber länger laufen als zu kurz. Damit die Pumpe immer voll leistungsfähig bleibt, muss das Saugsieb mindestens 1x wöchentlich gereinigt werden.

Die Filteranlage

Die Filteranlage holt Schmutzstoffe und organische Substanzen aus dem Poolwasser, wenn es das Filtermedium passiert. Dabei gilt: Je voller das Filtermedium mit Schmutz und Belastungsstoffen, desto höher steigt der Filterwiderstand – der Reinigungseffekt lässt nach. Mit einer regelmäßigen Rückspülung befreit man die Filteroberfläche von Schmutzstoffen und verhindert zudem, dass mikroskopisch kleine Substanzen in der Tiefe des Filterbettes verkleben und die Filterleistung nachhaltig einschränken. Am besten nach dem Rückspülen eine Minute lang Klarspülen.

FILTERANLAGE AQ

Die passende Sandfilteranlage zur optimalen Reinigung.

Die tägliche Poolreinigung

Es müssen nicht immer Fische sein, auch mit dem Teleskop-Kescher zu angeln macht Spaß. Verirrte Insekten, Gräser, Blüten und Blätter – alles was nicht in den Pool gehört, sollte jeden Tag herausgefischt werden. Auch sollte man täglich den Skimmerkorb leeren, Schmutzränder vom Beckenrand entfernen und regelmäßig den Poolboden reinigen. Dann sieht der Pool immer schön einladend aus und der Verbrauch von Desinfektionsmitteln wird nicht unnötig strapaziert.

Der richtige pH-Wert

Der pH-Wert des Poolwassers ist von großer Bedeutung: Er beeinflusst die Desinfektionskraft des Chlors und die Verträglichkeit des Wassers für die Haut. Am besten bleibt der pH-Wert kontinuierlich im neutralen Bereich, also zwischen 7,0 und 7,4. Ist der Wert zu tief, besteht Rostgefahr für Metallteile (Poolleiter, Einlassdüsen, Pumpe, etc.). Ist der pH-Wert zu hoch, wird der Säuremantel der Haut angegriffen, die Desinfektionswirkung sinkt und es beginnt nach Chlor zu riechen. Wichtig: Wurde ein Pool neu gefüllt, sollte man den pH-Wert mindestens alle 2 Tage kontrollieren. Ansonsten genügt eine Kontrolle pro Woche.

Desinfektion mit Chlor

Gegen Bakterien, Algen und andere organische Belastungsstoffe hat sich die Beigabe von Chlor mit hoher Depotwirkung am besten bewährt, z.B. in Form von Chlor-Tabletten oder Granulat. Wichtig: Chlor gehört in den Dosierschwimmer, nicht in den Skimmerkorb (Filter und Saugleitungen würden unnötig belastet). Zum Überprüfen des Chlorgehalts gibt es praktische Messgeräte im Handel. Ein guter Chlorwert liegt bei 0,3 bis 0,5 ppm. Übrigens: Stabilisatoren bremsen den Zersetzungsprozess von Chlor und verlängern so seine desinfizierende Wirkung.

Vorbeugender Algenschutz

Algen beeinflussen nicht nur die optische Wasserqualität, sie produzieren auch organische Stoffe, die Bakterien und Pilzen einen idealen Nährboden bieten. Abgesehen davon verstopfen sie den Filter und bilden hässliche Schlieren am Beckenrand. Um dem effektiv vorzubeugen, sollte man regelmäßig spezielle Algenschutzmittel ins Poolwasser geben (ca. alle 14 Tage).

Kontinuierliche Flockung

Wer sich kristallklares Poolwasser wünscht, der sollte generell auf eine konstante Zugabe von Flockungsmitteln achten. Der Grund? Jeder Poolbenutzer bringt immer auch ein bisschen Körperfette, Kosmetika, Bakterien, etc. mit ins Wasser. Man kann solche Verunreinigungen zwar nicht sehen, sehr wohl aber die Eintrübungen des Poolwassers, die daraus entstehen. Diese Schmutzpartikel sind so extrem fein, dass sie auch von sehr guten Filteranlagen nur teilweise herausgefiltert werden. Flockungsmittel nehmen solche Stoffe bei der Flockenbildung in sich auf, so dass sie mit den Flocken gemeinsam im Filterbett zurückbleiben.